Basische Lebensmittel sind ein wichtiges Puzzlestück deiner Ernährung. Denn wie so oft im Leben gibt es immer ein Plus und ein Minus, einen Tag und eine Nacht, Feuer und Wasser, Säuren und Basen. Und all das ist für ein funktionierendes Leben notwenig. Es stellt sich nur die Frage wie und wo sich das Gleichgewicht einstellt. Ich werde weniger das bereits zig-fach durchgekaute Thema Säure-Basen-Haushalt aufrollen, sondern viel mehr mit dir gemeinsam die Basis einer gesunden Ernährung wieder finden.
Versuchen wir saure oder basische Lebensmittel zu unterteilen, so spielt der Geschmack keine Rolle. Denn die Zitrone, obwohl sie sehr sauer schmeckt ist ein basisches Lebensmittel. Der pH-Wert der enthaltenen Mineralien im Nahrungsmittel ist entscheidend dafür, ob ein Lebensmittel sauer oder basisch ist.
Die pH-Wert-Skale beginnt bei 1 und erstreckt sich bis 14. Bei einem Wert von 7 spricht man von neutral. Bei Werten von 1 bis 6,9 spricht man von saurem, über 7,1 bis 14 von einem basischen Milieu. Nun enthalten basische Lebenmittel einen hohen pH-Wert (über 7). Dazu zählt beispielsweise das Natrium, Kalium, Calcium, Magnesium und Eisen. Schwefel, Phosphor, Chlor und Jod haben einen niedrigen pH-Wert (1 bis 6,9) und kennzeichnen somit saure Lebensmittel. Eines möchte ich an dieser Stelle vorweg nehmen. Der pH-Wert unseres Blutes wird sehr streng über verschiedene Mechanismen kontrolliert und korrigiert. Ein winziger Bereich, der sich von 7,38 bis 7,42 erstreckt ist tollerierbar. Werden diese Grenzen nicht eingehalten, dann war es wohl des erste und einzige Mal. Denn dieser pH-Wert Bereich ist unbedingt erforderlich um wichtigste enzymatische Vorgänge im Körper funktionieren zu lassen. Diese Tatsache macht wiederrum auch wieder klar, warum es beides geben muss. Basen UND Säuren.
Dieser erste Teil der Videoreihe erklärt sehr gut die Notwendigkeit von Mineralstoffen und die Thematik Säure-Basen-Haushalt. Ab dem zweiten Teil wird erneut viel auf unseren „schlechten Nahrungsmitteln rumgehackt“, was ich nicht ganz unterstützen kann. Ebenso folgt in den weiteren Teilen des Seminars eine „kleine Verkaufsschulung“ zum Thema Sango Meeres Korallen deren Wirkung ich aber an dieser Stelle auf keinen Fall schmälern möchte.
Das Hauptproblem unserer heutigen Ernährung ist die große Einseitigkeit und die damit verbundene „Übersäuerung“. Ich nehme dieses Wort nur ein einziges Mal in den Mund. An dem Beispiel des pH-Wertes des Blutes sehen wir, dass es diese Übersäuerung nicht geben kann. Ups, jetzt hab ich es nochmal gesagt
Nur ein winzigster Abfall des pH-Wertes des Blutes würde unseren Tod bedeuten. Und so wie es mit dem pH-Wert Bereich im Blut ist, so ist es auch überall anderes in deinem Körper auch. Es gibt Bereiche, die sauer sein müssen. Beispielsweise der Magen. Und auch dort gibt es einen Spielraum was den pH-Wert Bereicht betrifft (auch wenn dieser nicht ganz so eng ist wie der im Blut). Dein Körper wird immer versuchen in all seinen Bereichen sein natürliches Gleichgewicht zu halten.
Schauen wir uns folgende Werte an. Ich habe dir einen kurze Liste zusammenfasst. Eine ausführlichere findest du beim IPEV Institut für Prävention und Ernährung.In dieser Tabelle findest du oft verzerrte Lebensmittel und einen Wert der sich „Potentielle renale Säurebelastung (PRAL [mEq/100g]) nennt. Dieser Wert ist in sofern wichtig, da dieser die Auswirkung eines bestimmten Nahrungsmittel in Bezug auf den Säure-Basen-Haushalt widerspiegelt. Ein negatives Vorzeichen (-) bedeutet eine basische, ein positives Vorzeichen (+) eine saure Belastung.
Basisch:
- -14 Spinat
- -12 Petersilie
- -8 Fenchel
- -8 Grünkohl
- -8 Ruccola
- -7 Basilikum
- -5 Sellerie
- -5 Schnittlauch
- -5 Zucchini
- -5 Rosenkohl
- -4 Blumenkohl
- -3 Auberginen
- -3 Tomaten
- -3 Sauerkraut
- -2 Apfelessig
- -2 Chicorée
- -1 Broccoli
Sauer:
- 2 Milchschokolade
- 4 Sandkuchen
- 7 Spaghetti
- 7 Weizenmehl
- 8 Weizenvollkornmehl
- 8 Rindfleisch, mager
- 8 Bierschinken
- 9 Rumpsteak, mager und fett
- 9 Spätzle
- 9 Cervelatwurst
- 7 Vollkornspaghetti
- 12 Salami
- 13 Reis, ungeschält
- 15 Leber (Rind)
- 19 Gouda
- 19 Hartkäse, Durchschnitt von 4 Sorten
- 21 Emmentaler (45% Fett i. Tr.)
- 29 Schmelzkäse, natur
- 34 Parmesan
Gut zu wissen, welche Lebensmittel nun für ein basisches oder saueres Milieu verantwortlich sind. Nicht nur das „böse“ Fleisch ist ein Säurebildner, sondern auch Käse, Fisch und auch Teigware. Und somit kommen wir dem Problem langsam auf die Schliche.
Aber wie entstehen denn eigentlich diese Säuren im Körper. Das ist relativ einfach. Der Eiweißgehalt in Nahrungsmitteln ist dafür verantwortlich, dass ein Lebensmittel als Säurebildner deklariert wird. Genauer gesagt hängt das vom Gehalt der schwefelhaltigen Aminosäuren und von der Konzentration des Phosphors ab. Die Elemente Schwefel und Phosphor haben ja einen niedrigen pH-Wert und zählen somit zu den sauren Elementen. Das soll jetzt aber auf gar keinen Fall heißen, dass du weniger Eiweiß essen solltest. Eiweiß ist ein ganz wichtiger Nährstoff dem in unserer heutigen Zeit viel zu oft der schwarze Peter zugeschoben wird. Denn die Säuren brauchen wir. Als Gegenspieler brauchst du nur genügend Basen. Und im Prinzip kannst du dir die Antwort auf die eingangs gestellte Frage nach der Basis unserer Ernährung selbst beantworten. Dazu musst du nur ein wenig nach oben scrollen und dort siehst du was tolle Basenbildner sind…
Gemüse, Gemüse, Gemüse, grünes Gemüse und Obst. Das ist die Basis jeder gesunden Ernährung. Und deutlich abwechslungsreicher kannst du deine Ernährung dadurch auch gestalten, anstatt täglich Nudeln mit der Soße, Spaghetti mit der anderen Soße. Jeder, der beginnt zu erzählen du brauchst dieses Mittelchen, das andere Pulverchen hier, eine weitere Zauber-Knolle da…“lügt“! Fange an unverarbeitetes Gemüse und Obst zu essen!!! Das sind die deine besten basischen Lebensmittel. Es entsteht urplötzlich der beste und größte Basenzauber, den du dir vorstellen kannst. Und selbstverständlich sollte man beim Kauf des Gemüses auf die Qualität achten. Wenn das Grünzeug schon im Supermarkt matschig oder vertrocknet ist, werden nicht mehr soooo viele Inhaltsstoffe enthalten sein. Dazu ausreichende Eiweiß und reichlich gute Fette… und alles wird gut. Keine Übersäuerung
Alles gut!
Natürlich ist das nicht immer ganz so einfach umzusetzen. Und so näheren wir uns dem Ende dieses Artikel und der Antwort auf die zu Anfang genannte Einseitigkeit in unserer heutigen Ernährung. Diese Einseitigkeit und (ich sag‘s ein letztes Mal) die Übersäuerung kommt zum grossen Teil dadurch zustande, dass die Menschheit einfach zu bequem geworden ist. Natürlich ist es easy sich auf die Schnelle beim Bäcker eine Semmel mit zu nehmen. Ein Brot zu streichen, oder mal schnell abends einfach Nudel aufzusetzen und die Tomatensoße drüber. Aber, hast du dir schon mal ernsthaft Gedanken gemacht wohin dich dieser Weg in DEINEM Leben führen kann???


Hi, mein Name ist Paul. Nein, ich bin kein Guru! Ich habe einfach nur mit vielen, vielen Menschen gequatscht und möchte meine Erfahrung 
Paul Kliks ist Gründer von ErnaehrungsQuatsch.de, dem beliebten Gesundheitsblog mit mehr als 20.000 Lesern jeden Monat.


Rike 10. Mai 2011 um 8:27
Meine Arbeitskollegin meinte gestern, wir essen um zu überleben und nicht um uns zu schaden…. fand ich gut! Essen soll uns am Leben ERHALTEN und uns nicht krank machen, nur leider trifft in der heutigen Gesellschaft eher letzteres zu…
liebe Grüße und bis Montag! ^^
Paul 10. Mai 2011 um 15:41
Da hast du wohl Recht, Rike! Meine Wort: “Essen um zu leben, und nicht leben um zu essen!”
Viele Grüße…
Gregor 29. Mai 2011 um 13:16
Meiner Meinung nach wird die Basische Ernährung derzeit noch viel zu wenig behandelt. Die basische Ernährung dient in großer Hinsicht nur der gesunden Ernährung. Ob man dieses nun über schöne Rezepte für Basenprodukte tut oder über im Handel erhältlich Basenprodukte ist eigentlich egal. Man sollte hierbei jedoch nicht die Basische Körperpflege außer acht lassen, denn was nützt mir die beste Ernährung, wenn ich die Altlasten in Form von Schlacken nicht loswerde. Eine gute Umstellung auf eine Basische Ernährung geht doch erst einmal mit einer guten Entschlackung hervor, danach kann ich die Ernährung gut umstellen und habe auch viel Spaß an der neuen Ernährungsform. Desweitern sieht man so auch schnellere Ergebnisse.
heidi 14. Februar 2012 um 18:25
Ich lese mir Interesse, dass immer mehr menschen sich damit beschäftigen. Ich hab bereits eine Menge darüber gelesen und mich auch mit vielen Leuten darüber ausgetauscht. Es ist auch eigentlich jedem, der sich etwas mit seiner Ernährung beschäftigt klar, dass man Übersäuerung vorbeugen muss. Basische Ernährung ist da die einzige Lösung. Auch wenn man es nur in einem gewissen Verhältnis also nicht zu hundert prozent macht.
Grüsse
h.
Franz Köble 28. Juli 2012 um 17:41
hallo,
was Du schreibst, klingt fast rebellisch; in Vielem stimme ich Dir zu.
Da wird ein Basenzauber veranstaltet, ohne die Hintergründe aufzuzeigen.
Auf der anderen Seite werden die Menschen mit zuviel “Fachwissen” verunsichert. Tatsache ist, daß wir eine “saure Gesellschaft” sind, voller Stress. Keine Zeit mehr zum Innerhalten und Nachdenken. Es reicht oft nur noch zu Mc-Donald`s. Mir ging`s früher auch so! Dieser Stress verbraucht ein Mehrfaches an Mineralstoffen im Körper, diese werden aber dringend zur Neutralisierung der beim Stoffwechsel anfallenden Säuren benötigt; sonst können diese nicht ausgeschieden werden, weil sie giftig sind.
Sind unsere Mineralstoff-Depots im Körper durch eben diesen Stress, sowie durch allzu schlampige Ernährung erschöpft, z.B. durch zuviel! Zucker und Weißmehlprodukte, Kaffee, Alkohol (welche ja so gut wie keine Mineralstoffe mit sich führen), dann übersäuern wir. Jawohl! Aber nicht der ph-Wert des Blutes sinkt ab, das wäre tödlich. Im Bindegewebe z. B. werden die nicht ausscheidungsfähigen Säuren, bzw. was von ihnen an nicht Ausscheidbarem übrig ist, eingelagert, sowie in den Gelenken (Rheuma, Gicht!). Ich hatte früher im Berufsstress oft total sauren Achselschweiß!! und Gelenkprobleme (trotz mäßigem Sport). Um den Blut-ph-wert in Ordnung zu halten, greift der Organismus zu einem Notprogramm: er holt die dafür erforderlichen Mineralstoffe dann aus Haut, Haaren, Schleimhäuten, Zähnen, Bindegewebe, Skelett usw. Dadurch kommt es im Laufe der Zeit zu massiven Mangelerscheinungen und Schäden: Osteoporose und Rheuma, schlechte Zähne und schlecht heilende Wunden sind Beispiele. Dann können noch nicht mal mehr die sauren Lebensmittel, welche normalerweise auch basisch wirken, richtig verstoffwechselt werden (z.B. Honig, Zitrusfrüchte, Sauerkraut!) Sie wirken in so einem angeschlagenen Organismus dann auch sauer. Zum Schluß: In tibetischen Bergklöstern lebende Mönche mit einer völlig anderen Lebensweise und Lebensauffassung ernähren sich säurebildend, weil ihr Organismus durch ihr ausgeglichenes Dasein ohne Berufsstress, dafür mit Meditation, dermaßen basisch ist, daß sie eine solche Ernährungsweise brauchen. WIR brauchen einfach etwas mehr Basisches, aber ohne Dogmatismus -wie du sagst -. Ich bin überzeugt davon, daß Lebensfreude hier positiv wirkt und die Sahnetorte auf Oma`s Geburtstag dann locker “verarbeitet” wird.
Franz
Paul Kliks 9. August 2012 um 7:00
Wow Franz! Herzlichen Dank für Dein ausführliches Feedback und Deine gewählten Worte. Endlich redet jemand auch von Mineralstoffen und nutzt nicht immer dieses Mysterium “Säure-Basen-Haushalt” etc.
Denn genau darum geht es ja, wie Du es wunderbar beschrieben hast. Ein gestörter “Säure-Basen-Haushalt” ist nichts anderes als ein Mangel an Mineralstoffen! Schluss, Ende, Aus!!! Ob dieser Mangel dann durch Fehlernährung oder von außen wirkende Faktoren entsteht, kann jeder Mensch selbst entscheiden.
Du hast es mit Deinem Schlusssatz auf den Punkt gebracht. Die Lebensfreude/der Lifestyle muss sich ändern und dazu die Ernährung jedes einzelnen etwas angepasst werden. Aber solange hier genug gequatscht wird, seh ich da keine Problem, dass die Lebensfreude erhalten bleibt
Herzlichen Dank Franz und ich freue mich auf viele weitere Kommentare von Dir!
eva-maria 28. August 2012 um 11:16
Ich habe mal 4 Wochen lang vollkommen basisch gelebt.
Ich ernährte mich von Kartoffeln, Obst, Gemüse und Sahne.
Es war ein ganz großer Reinfall.
Ich war müde, schlapp und faltig.
Eiweiß ist ganz wichtig, besonders auch tierisches!
Gut wirkte sich bei mir aus: 2 Drittel Obst und Gemüse (basisch) und ein Drittel Eiweiß, dazu Nüsse.
Wenn das Wohl und Wehe von einer Nahrungsergänzung abhengen würde,
wären wir alle geliefert!
Phil 3. September 2012 um 22:11
Es gibt keine Schlacken!
Paul Kliks 21. Oktober 2012 um 10:43
DANKE PHIL!!!! Darf ich fragen, worauf Deine Aussage beruht???