Erster Überblick zum Thema Eiweißpulver

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Let’s go…!!!

Lass uns heute mit dem ersten Teil der großen EQ-Eiweiß Serie beginnen. Ich möchte Dir zunächst einen ersten Überblick verschaffen und uns eine gemeinsame Basis schaffen. Ist Dir das Recht?

eiweißpräparate-nahrungsergänzung

[Wenn Du einen Blick auf die Zutatenliste eines Eiweißpulvers risikierst, ist es möglich, dass Du allerlei verschiedene Inhaltsstoffe findest.]

Ich meine jetzt nicht mögliche Aroma- und/oder weitere Zusatzstoffe. Gemeint ist das Eiweiß an sich selbst, dass mengenmässig logischerweise natürlich am meisten vorhanden sein sollte in einem Eiweißpulver ;) Falls nicht, dann lass bitte gleich die Finger davon!

Was für Arten von Proteinpräparaten gibt es?

Zunächst einmal kann man Proteine in zwei unterschiedliche Arten aufgrund ihres Ursprungs einteilen. Wie so oft in der Natur wird diese Unterteilung in tierisches und pflanzliches Eiweiß vorgenommen.

Zum Eiweiß tierischen Ursprungs gehört das Molkenprotein, das Milch- und Eiprotein.

Tierisches Eiweiß = Molkenprotein (Laktalbumin), Milchprotein und Eiprotein

Soja-, Kartoffel- und Erbsenprotein werden aus pflanzlichen Quellen gewonnen.

Pflanzliches Eiweiß = Soja-, Kartoffel- oder Erbsenprotein

Unterschiede in der Herstellung?

Es werden meist proteinreiche Rohstoffe getrocknet und pulverisiert, und schwups ist das Proteinpulver hergestellt. Das war dann eigentlich auch schon der Weg der Herstellung, natürlich sehr verkürzt ;)

Ein wesentlicher Unterschied ist dennoch zu nennen. Mittels spezieller Trenn- und Reinigungsverfahren können von den proteinreichen Rohstoffen “unerwünschte” Bestandteile entfernt werden. Dieses Trennverfahren wird vor der Trocknung und Pulverisierung eingesetzt.

Isolat, Konzentrat, Hydrolysat… Häääähhh???

Diese gereinigten Proteinpräparate werden als Isolate bezeichnet.

Ein Proteinpräparat, dass noch weitere Nahrungsbestandteile enthält und nicht “gereinigt” worden ist wird Konzentrat genannt.

Somit lässt sich auch ein preislicher Unterschied verschiedener Produkte erklären. Sie Dir doch einfach mal Dein Eiweißpulver an und kontrolliere in welchen Anteilen die verschiedenen Proteinarten vorkommen.

Aufgrund der zusätzlichen technologischen Verarbeitungsschritte ist ein Isolat teurer als ein Konzentrat.

Eine dritte zu findende Begrifflichkeit ist das Hydrolysat. Das bedeutet nichts anderes, als das Proteine durch Enzyme vorverdaut worden sind. -> Noch mehr und stärker verarbeitet.

Die Zutatenliste eines Eiweißpräparates…

… kann manchmal seeeeehr lang sein. Aber was bedeuten all die Sachen, die dort auf der Liste stehen?

Ok, zunächst sollte in einem Proteinpräparat das Wörtchen Protein in irgendeiner Art und Weise an der allerersten Stelle stehen. Denn je weiter vorne eine Zutat auf der Zutatenliste auftaucht, desto mehr ist von diesem Anteil im Produkt enthalten.

Wichtige Kennzahl eines Eiweißpulvers sind:

  • Eiweißgehalt pro 100 Gramm Pulver/Produktmenge
  • Biologische Wertigkeit

Eiweißgehalt pro 100 Gramm Pulver/Produktmenge

Das eigentliche “teure” in einem Eiweißpulver ist das Eiweiß. Was ich damit meine ist folgendes:

Stell Dir vor, Du hast zwei 500 Gramm Dosen “Eiweißpulver”. Beide kosten gleich viel. In der einen Dose hast Du aber auf 100 Gramm Pulver 60 Gramm Eiweiß, in der anderen Dose jedoch 85 Gramm Eiweiß.

Ich möchte bei diesem trivialen Vergleich zunächst nicht auch noch die Qualität des Proteins beurteilen. Das würde den Vergleich nur zusätzlich erschweren. Es soll Dir nur klar werden, dass Du in einem Eiweißpräparat nicht unnötigen und vor allem billigen Füllstoff teuer bezahlen möchtest und sollst.

Aus diesem Grund werde ich diese Kennzahl in Zukunft zum Vergleich verschiedener Eiweißprodukte öfter heranziehen.

Biologische Wertigkeit

Auch über die biologische Wertigkeit hört man immer wieder die skurilsten Dinge. Diese Kennzahl an dieser Stelle genauer zu schreiben würde wieder einmal den Rahmen sprengen.

Nur ganz kurz möchte ich anreißen, dass es sich im Zusammenhang mit der biologischen Wertigkeit um essenzielle Amionsäuren handelt. Genaueres erfährst Du im Verlauf der großen EQ-Eiweiß-Serie.

Ausblick

Bevor ich im nächsten Teil auf wichtigen Aufgaben des Proteins in Deinem Körper eingehe möchte ich Dich bitten Deine ersten Fragen versuchen in Worte zu fassen und mir hier unter den Artikel, auf Facebook oder auf Google+ zu posten. Nur wer fragt, kann gewinnen ;)

 

{ 19 Kommentare... lies sie unten und schreibe selbst einen.… add one }

  • jo 30. Juli 2012 um 11:26

    macht es überhaupt sinn, sich auf die suche nach einem 100%-eiweißshake zu machen?
    bzw einen ohne kohlehydratfüller?

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  • Karla 30. Juli 2012 um 13:34

    Hallo Paul,

    gefällt mir gut! Schön übersichtlich…..gerade wo beim Thema Eiweiß immer soviel Verwirrung herrscht ;-) !

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  • Eva 30. Juli 2012 um 16:21

    Endlich weiß ich was ein Isolat ist! Und was der Unterschied zum Konzentrat ist.
    Ich bin gespannt, was ich noch Neues erfahre.:-)
    War prima der Artikel.

    Antworte edit
  • jenny 30. Juli 2012 um 17:24

    mir gefällt es sehr gut hier langsam aber sicher aufgeklärt zu werden,langsam is eh gut weil,s für mich schon kompliziert ist und wenig zeit habe mich so richtig damit auseinander zu setzen,aber die grundregeln hab ich mal und arbeite so viel es geht und sehr ernsthaft daran.

    Lieber Paul,würdest du mir diese Eiweißpulver empfehlen ???du weisst ich halte mich seit monaten an deinem Ernährungsplan – probieren würde ich das auf alle fälle mal.ich mache ja noch keinen sport,(weil ich momentan zuviel arbeite-ab september mach ich dann hanteltraining,walking und radfahren) habe aber trotzdem ab und zu gedanken meine Muskelmasse könnte ja doch in mitleidenschaft gezogen werden.
    glg jenny

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    • jenny 8. August 2012 um 9:06

      …also das habe ich im internet gefunden…ist nicht von mir…
      wenns so ist dann lass ichs mal mit den proteinshakes…..

      Eiweißdrinks bringen mir eigentlich nur dann etwas, wenn ich einen hohen Bedarf an Eiweiß habe. Sie sind dazu da, letztendlich Struktureiweiße im Körper aufzubauen.
      Wenn ich einen hohen Bedarf habe Struktureiweiße in meinem Körper aufzubauen, zum Beispiel weil ich viel Krafttraining betreibe, dann bringen mir Eiweiße was, weil sie meinen Muskelaufbaue unterstützen können. Auf der anderen Seite: Wenn ich keinen hohen Bedarf an Eiweißen habe – was die meisten Menschen nicht haben, weil sie sich einigermaßen ausgewogen ernähren – dann ist es überflüssig solche Proteindrinks zu sich zu nehmen. Es ist genügend Eiweiß durch die Ernährung vorhanden. Dann haben diese Proteindrinks eigentlich eher negative Auswirkungen, sie können den Körper zum Beispiel aufschwemmen, die Einlagerung von Fett begünstigen oder auch eine Übersäuerung des Körpers hervorrufen.

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      • Coach Paul 27. Dezember 2012 um 20:19

        Hi Jenny, Deine Aussagen im letzten Satz bzgl. “Aufschwemmung”, “Einlagerung von Fett” etc. würde ich gern mit Dir diskutieren, wenn Du möchtest. Wie kommt es dazu, dass Du solch eine Meinung hast?? Vor allem würde mich sehr interessieren, was Deiner Meinung nach die Empfehlungszufuhr von Eiweiß für “normale Menschen” ist. Freu mich auf Dein Feedback.

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    • Paul Kliks 9. August 2012 um 7:13

      Eiweißpulver empfehle ich dann, wenn Du merken solltest, dass Du es noch nicht schaffst mit Deiner natürlichen Ernährung Deinen Eiweißbedarf zu decken. Um mal abzuschätzen, wieviel Eiweiß Du denn am Tag zu Dir nimmst kannst Du FDDB nutzen. Dort tragst Du einfach mal alle Lebensmittel ein, die Du an einem Tag gegessen hast, und dann siehst Du, wieviel Proteine Deine Lebensmittel insgesamt aufweisen.

      Was Dein Bedarf an Proteinen pro Tag ist erfährst Du schon bald in nächsten Artikel der großen EQ-Eiweiß-Serie ;)

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  • Lutz 30. Juli 2012 um 20:45

    Tja, da ist Dir ja mal ein guter Auftakt gelungen.
    Mich beschäftigt die “richtige” Protein-Wahl zu welcher Tageszeit ja schon länger; mittlerweile weiß ich durch Dein Interview mit Tobias Fend, dass M-Quark am Abend geradezu “erquickend und labend” für den Muskelaufbau ist.
    Die Unterschiede zwischen den einzelnen Protein-Bezeichnungen kannte ich bis jetzt so im Detail auch noch nicht.
    Dass der Protein-Gehalt pro 100g jedoch entscheidend ist, war mir schon bewusst.
    Leider steht bei den meisten Dosen die biol. Wertigkeit eben nicht drauf, oder wenn was drauf steht, dann dass die biol. Wertigkeit hoch sei. Bestenfalls sind die Angaben meist etwas verwirrend: ich habe halt öfters auch den Begriff “Chemical Score” gelesen. Ob das dasselbe ist, oder eine andere Bewertungsskala als Basis hat, habe ich bis jetzt noch nicht durchstiegen.
    Jedenfalls bin ich gespannt auf weitere Ausführungen.
    Weiter so!!
    Gruß
    Lutz

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  • Werner 31. Juli 2012 um 5:46

    Hallo Paul
    Meine Naturaerztin hat mir MAP verschrieben und ich schlucke seit einem Monat diese Presslinge. Seither geht es mir viel besser und mein Koerper
    legt wieder zu, was er in den vergangenen 6 Monaten verloren hat. Pro 100 g der “Master Amino Acid Pattern” sind 100 % verfuegbares Eiweiss, also reine Aminosaeuren aus pflanzlicher Herkunft. Wie gut wird das Produkt in der Sportlerwelt beurteilt? Siehe: http://www.map-protein.de
    Besten Dank fuer Deine tollen Ratschlaege und bis bald
    Gruss Werner

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    • Paul Kliks 2. August 2012 um 20:01

      Hallo Werner,

      herzlichen Dank für Deine Teilnahme am “Quatsch” hier ;)

      Ich werde mir das Produkt bei Gelegenheit näher ansehen und Dir dann ein Feedback geben. Beste Grüße – Paule

      Antworte edit
  • Patricia 31. Juli 2012 um 10:34

    Hallo Paul !
    Bin hier neu und froh endlich einmal jemand gefunden zu haben,der sich auskennt,und dies auch weitergibt. Meine Frage lautet nur,ist es wirklich notwendig,daß man zusätzlich zur Ernährung noch Eiweißprodukte zu sich nimmt,wollte eigentlich unabhängig von solchen ” künstlichen ” Zusätzen meine Ernährung gestalten.

    Liebe Grüße,
    patricia

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    • Paul Kliks 5. August 2012 um 8:01

      Hi Patricia,

      cool, dass Du mit an Bord bist. Wenn Du Dich auf ErnährungsQuatsch etwas mehr umsiehst und Dir das ein oder andere Video von mir ansiehst, dann wirst Du feststellen, dass ich ein Freund der “Natur” bin. Je naturbelassener, desto besser!

      Allerdings kann es durchaus Sinn machen sich der modernen Technik – die das Teufelszeug Eiweißpulver und weitere herstellt – zu bedienen.

      Hast Du Dir denn schon mal den ErnährungsQuatsch Ernährungsplan angesehen?? Da findest Du viele Antworten was alles auf den Tisch “darf” ;)

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  • Timo Bretschneider 3. August 2012 um 10:33

    Hey Paul,

    wenn ich mich recht entsinne, ist Molke doch auch ein Milchprotein, genau wie Casein.

    Vllt. kannst du später ja nochmal näher auf Caseine eingehen und dem Ruf um Sie… Denn ich muss immer wieder feststellen das die Sportler gerade vor der Schlafphase ein Casein-Isolat nutzen….

    Sonst wie immer scharf analysiert ;)

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    • Coach Paul 1. Dezember 2012 um 17:46

      Hi Timo,

      besten Dank für Dein Kommentar.

      Du hast vollkommen Recht, das Molke sowie auch Casein in Milchprotein enthalten ist.
      Molke und Casein sind quasi die Bestandteile, die Zusammengesetzt Milchprotein ergeben.
      Das Milchprotein besteht aus etwa 80% Casein und 20 Molkeprotein (auch Wheyprotein genannt).

      Vielleicht kannst Du auf Deine Frage nach dem Ruf des Caseins etwas genauer eingehen. Ich kann das so nicht ganz nachvollziehen, was Du damit meinst.
      Würd mich sehr freuen, wenn über diese Thematik ein wenig quatschen können (vielleicht schon bald im neuen EQ – Forum (: ).

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  • Michi 27. August 2012 um 22:16

    Super, die FDDB App. Produkte leicht auffindbar, vor allem sind übliche Größen mit angegeben, also nicht nur je 100g.
    Kannst Du die Aussage, welche Proteinart wie schnell verwertet wird, also zu welchem Zweck bzw. Zeitpunkt genommen werden sollte, hier ergänzen?

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    • Coach Paul 27. Dezember 2012 um 19:46

      Hi Michi, ein Whey Protein (Molkeprotein) ist von der Resorptionsgeschwindigkeit ein schnelles Protein. Milchprotein ist hingegen in der Resorptionsgeschwindigkeit langsamer. Wenn Du nun aus bestimmten Gründen tatsächlich auf diesen Faktor Acht geben möchtest, dann ist ein Molkeprotein am Morgen und nach dem Training sinnvoller als ein Milcheiweiß. Reicht dir das als Antwort?

      Antworte edit

Was meinst Du dazu?